Rettungshubschrauber

Rettungsdienst ist das Eine. Luftrettung das Andere.

Wo Rettungswagen und Notfalleinsatzwagen oft nicht hin gelangen, da ist die Rettung aus der Luft gefragt. Gerade in Gebirgen oder über großen Gewässern haben Rettungshubschrauber die Möglichkeit über die Seilwinde den Patienten zu erreichen. Im Allgemeinen gilt jedoch, dass der Rettungshubschrauber ein Arztzubringer ist.
So kommt der Hubschrauber in flachen Gebieten eher selten zur Bergrettung, sondern landet nicht selten auf Nachbars Feld oder mitten auf der Straße. Grund dafür ist schlicht der enorme zeitliche Vorteil, den Rettungshubschrauber mit sich bringen. Laut der Hilfsfristen haben Rettungsmittel 15 Minuten Zeit, um am Einsatzort anzukommen. Oftmals werden neue Wachenstandorte aber aus Kostengründen abgelehnt, obwohl dies eine bessere Breitenabdeckung bedeuten würde. So kommt es vor, dass der zugeteilte Rettungswagen (RTW) nur mit Mühe und Not, beispielsweise zur Berufsverkehrszeit, für knappe 20km sicher die Zeit ausreizen muss. Dazu kommt, dass auf den Rettungswachen kein Endlosmagazin an Fahrzeugen vorhanden ist und somit auch mal kein RTW frei ist. Und genau in solchen Situationen ist ein Rettungshubschrauber unbezahlbar. Für eine Strecke von Koblenz nach Bonn braucht er gerade mal 8 Minuten. Denkbar schnell kann er also, je nach Wetterlage, sein Ziel erreichen.

Flugbedingungen

Allein der Pilot entscheidet, ob geflogen wird, oder nicht. Reichen die Sichtverhältnisse nicht aus, bleibt der Vogel unten. Vorhaltezeit bleibt dennoch, ganz gleich welches Wetter herrscht, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Eine Nachtflugerlaubnis haben nur die wenigsten Hubschrauber.
Ebenso gilt der Rettungshubschrauber nur dann als flugbereit, wenn alle seine Einzelteile komplett gewartet und in Ordnung sind. Landet z.B. ein Vogel unterwegs ins Triebwerk, muss gelandet und der Hubschrauber umgehend in die Werkstatt gebracht werden.

Einsatzgebiete und Kosten

Die Dienste des Rettungshubschraubers werden in Primäre und Sekundäre eingeteilt. Als Primäreinsatz gelten alle Notfalleinsätze, deren Kosten natürlich von den Krankenkassen übernommen werden. Bedenkt man, dass pro Flugminute Kosten von rund 45,-Euro entstehen, ist weiter natürlich verständlich, dass Nicht-Notfall-Transporte dementsprechend mit jeglicher Krankenkasse vorab besprochen und die Kostenübernahme abgeklärt werden müssen. Solche Transporte sind Verlegungen von Krankenhaus zu Krankenhaus.

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